Römerbergwerk Meurin

Ein kurzer Blick auf das geologische Profil

Text zum Nachlesen

Die linke Seite auf dieser Plexiglasinstallation zeigt das geologische Profil im Tal des Krufter Baches. Auf der rechten Seite wird dann ein Detail erklärt, nämlich die Ablagerungen einer einzelnen Glutlawine.

Doch zuerst zum geologischen Profil:

Zuunterst liegt – bis zu 4 m mächtig – der so genannte Unterbims. Dieser entstand, als in einer frühen Phase des Laacher See-Vulkanausbruches Bims aus der Eruptionssäule niederprasselte. In der darauf folgenden Phase des Vulkanausbruches brach die Säule immer wieder in sich zusammen – pyroklastische Ströme waren die Folge. Mindestens 14 Mal rasten diese alles Leben zerstörenden Glutlawinen und Ascheströme durch das Tal des Krufter Baches. Zurück blieben bis zu 35 m mächtige Ablagerungen, aus denen später die wertvollen Tuffvorkommen entstehen sollten. In der letzten Ausbruchsphase des Vulkans bedeckten noch einmal etwa 5 m mächtige Fallablagerungen das Tal, der so genannte Oberbims.

Dieser Bims ist heute abgebaut, Sie stehen mitten im obersten Tuffhorizont, im festen Römertuff.

Darunter liegt der weiche Tauch. Der Untere Tuffstein befindet sich schon unter dem Grundwasserspiegel. Grund- und auch Oberflächenwasser sind die Ursache für die Umwandlung der ehemals sehr lockeren Ablagerungen der Glutlawinen in diese drei sehr unterschiedlich stark verfestigten Tuffhorizonte. Nur der Römertuff und der Untere Tuffstein sind fest genug, um Bausteine und ähnliches daraus zu gewinnen.

Wenden wir uns nun der rechten Seite zu. Durch die Plexiglasscheibe ist ein einzelner pyroklastischer Strom markiert. Deutlich sind drei Zonen zu unterscheiden. Ein Band mit zahlreichen hellen Bimssteinen liegt oben. Den unteren Abschluss des Stromes bildet wiederum ein Band mit dunklen Schiefer- und Basaltbruchstücken, so genannten Fremdgesteinen. Eine Mischzone trennt die bimsreiche von der fremdgesteinsreichen Zone.

Entstanden ist die Zonierung, als aus dem zum Stillstand gekommenen pyroklastischen Strom zuerst die schwereren Basalt- und Schieferbruchstücke und danach die leichten Bimssteine zu Boden sanken.