Römerbergwerk Meurin

Steinbrucharbeiter – Sklaven oder Soldaten?

Text zum Nachlesen

Die Felszeichnung, die Sie hier sehen, wurde um 1926 in einem römischen Tuffbergwerk in der Grube Idylle bei Kruft entdeckt. Das übergroß dargestellte Werkzeug gibt den Mann als Steinbrucharbeiter zu erkennen. Vermutlich hat der Künstler das Werkzeug dargestellt, mit dem an dieser Stelle gearbeitet wurde. Die einfache Art der Ritzzeichnung deutet darauf hin, dass Künstler, Soldat und Bergmann ein und dieselbe Person waren.

Doch warum ist anzunehmen, dass der Bergmann Soldat war und kein Sklave? Zum einen wissen wir durch zahlreiche in dem Bergwerk gefundene Inschriften, dass es im Besitz des römischen Militärs war. Soldaten der 1., 6., 22. und 30. Legion verrichteten hier ihren Dienst. Zum anderen trägt der Steinbrucharbeiter ein Gürtelgehänge, das als cingulum militare zu deuten ist. Dies ist ein Militärgürtel, an dem ein Schurz aus mehreren, oft mit Metallbeschlägen verzierten Lederstreifen hängt. Er wurde nur von Angehörigen des Militärs getragen. Offensichtlich erledigten die Soldaten auch die harte Arbeit unter Tage.

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