Römerbergwerk Meurin

Glutlawinen und Ascheströme

Text zum Nachlesen

Sicher werden Sie sich fragen, was dieser Baumstamm im Tuffstein zu suchen hat. Die Antwort gibt der Ausbruch des Laacher See-Vulkans vor 13.000 Jahren. Wie Sie auf der Zeichnung vor Ihnen sehen, fiel die Eruptionssäule während des Ausbruches immer wieder in sich zusammen. Die dadurch entstehenden pyroklastischen Ströme – also gewaltige Ascheströme und heiße Glutlawinen – rissen alles um, was sich ihnen in den Weg stellte. Sie waren bis zu 600° C heiß und erreichten Geschwindigkeiten von über 700 km pro Stunde.

Auch diese Birke, die damals an den Hängen des Krufter Bachtals stand, wurde von der Wucht einer Glutlawine mitgerissen und verkohlte. Es muss wohl eine der letzten Lawinen gewesen sein, sonst würde die Birke nicht in der obersten Tuffschicht liegen. Zu diesem Zeitpunkt war die Landschaft rund um den Vulkan schon stark verwüstet.

Die Holzkohle blieb im Tuffstein erhalten. Die Römer stießen dann beim Abbau auf den verkohlten Baumstamm, wodurch er zum größeren Teil zerstört wurde. Lediglich die Spitze und ein Mittelstück des Stammes sind heute noch im Original erhalten. Wenn Sie genau hinsehen, können Sie ein originales Stück der Baumspitze im Tuffstein vor Ihnen sehen. Der aufgehängte Baumstamm ist modern, er zeigt Ihnen aber wo die alte Birke einst lag.

Überall dort wo der verkohlte Birkenstamm im Tuffstein eingeschlossen war, bildeten sich zahlreiche Entgasungsröhren.

Sie entstanden, als die im Baum enthaltene Feuchtigkeit in der heißen Bimsasche verdampfte und nach oben drang. Dabei riss das entweichende Gas Aschen und leichte Bimse mit. Zurück blieben schwerere Gesteinsbruchstücke, die sich in den einbrechenden Röhren sammelten.

Den Verlauf der Entgasungsröhren können Sie anhand der Markierungen auf der Plexiglasscheibe verfolgen.

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