Auf der Erde gibt es verschiedene Vulkantypen: einige
von Ihnen explodieren heftig und stoßen eine große
Aschewolke aus.
Bei anderen ergießt sich die Lava ohne Explosion in ruhig
fließenden Strömen über die Hänge. Um
welchen Typ Vulkan es sich handelt, hängt von der chemischen
Zusammensetzung des Magmas ab.
Als Faustregel lässt sich hier sagen: ein hoher Gehalt
an Kieselsäuren macht das Magma zähflüssig,
ein hoher Gehalt an Wasserdampf hochexplosiv.
Schildvulkane:

Die „Haut" dieses Vulkantyps ist sehr dünn.
Sie gibt schon unter geringem Druck des darunter brodelnden
Gesteins nach. Ohne größere Explosionen fließt
so die dünnflüssige Lava aus Spalten und Kratern.
Es bilden sich ausgedehnte, flache Lavadecken. Der Vulkan
hat somit eine breite schildartige Form und eine Vielzahl
von Schloten. Das bekannteste Beispiel für einen solchen
Schildvulkan ist der Kilauea auf Hawaii.
Schichtvulkane:

Dieser Vulkantyp findet sich überall dort, wo tektonische
Platten aufeinander treffen. Sie sind zwar wesentlich kurzlebiger
als die Schildvulkane (nur ca. 50.000 Jahre!), dafür
aber auch wesentlich gefährlicher. Es kommt zum Ausbruch,
wenn eine Platte unter die andere geschoben wird.
Bei hohem
Wasserdampf- und Kieselsäuregehalt ist das Magma zähflüssig.
Es versperrt den Gasblasen den Weg nach oben. Dadurch steigt
der Druck in der Magma. Sie explodiert. Die Lava wird als
kleinste Ascheteilchen bis in die Stratosphäre geschleudert.
Aus den Schlacken, die auf die Erde zurück fallen, entstehen
Schlackenkegel. Bekannte Beispiele dieses Vulkantyps sind
der Vesuv, Mount St. Helens und der Stromboli.
Maare:

Trifft das Magma auf dem Weg nach oben auf eine wasserhaltige
Gesteinsschicht, kommt es zu einer gewaltigen Explosion.
Das Magma bleibt förmlich in der Tiefe stecken; nur
die Gase kommen durch. Das Gestein wird durch den Druck zusammen
mit der Magma in kleinste Bestandteile zerfetzt und
aus dem Explosionstrichter herausgeschleudert. Um diesen
kreisrunden Trichter herum bleibt ein Wall stehen.
Beispiele für Maare finden sich vor allem in der Eifel,
z.B. bei Ulmen oder Daun.
Calderen oder Einbruchtrichter:

Sie entstehen, wenn sich eine große Magmakammer immer
mehr geleert hat. Die Decke der Kammer hält irgendwann
dem Druck der über ihr lagernden Steine nicht mehr stand.
Sie stürzt ein. Es entsteht ein meist runder oder ovaler
Einbruchtrichter, die Caldera. Ihr Durchmesser kann von mehreren
hundert Metern bis zu hundert Kilometern betragen.
Der Laacher See ist ein gutes Beispiel für eine Caldera.
Nach seinem eigentlichen Ausbruch drang Wasser in die zum
Teil entleerte Magmakammer. Es kam zu einer nochmaligen heftigen
Explosion. Bimse und viele Nebengesteine wurden ausgeworfen
und lagerten sich ab. Mit der Zeit begann die Bodenbildung,
Wasser füllte den See. Aber der Laacher See
ist nicht erloschen: noch heute kannst Du am Ostufer des
Sees sehen, wie Kohlensäureblasen aufsteigen.
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