
Das Römerbergwerk Meurin bei Kretz ist seit Anfang August
2005 um eine Dimension reicher. Ein Film in modernster 3-D-Technik
ist die neuste Attraktion im Vulkanpark. Wenn bei „Lapis
iacta est“ die Römer wieder zum Leben erweckt werden,
fühlt sich der Besucher in die dunkle und staubige Arbeitswelt
eines Steinbruchs vor 2000 Jahren versetzt. Der Film lässt
den Zuschauer hautnah am Geschehen teilnehmen. Im Mittelpunkt
steht, eingebettet in eine Spielhandlung, das Abspalten bzw.
Brechen eines großen Tuffsteinquaders in einem dunklen
Stollen aus dem gewachsenen Fels. Gemeinsam mit einem Vorarbeiter
und den beiden Steinbrechern Marcus und Gaius tauchen die Besucher
in die staubige und gefährliche Arbeitswelt des größten
römischen Untertage-Tuffbergwerkes nördlich der Alpen
ein.

Für das Kino wurde ein nicht genutzter Teil des Bergwerkes
abgedunkelt und mit einer Leinwand versehen. Der 3-D Film wurde
mit großen technischen Aufwand, einem professionellem Technik-
und Aufnahmeteam sowie drei Schauspielern nachts im Römerbergwerk
gedreht. Modernste digitale 3-D-Aufnahme- und Projektionstechnik
und eine Leinwand mit 5 Meter Bilddiagonale lassen den Zuschauer
den Eindruck gewinnen, er stehe mittendrin im Geschehen und schaue
den römischen Bergarbeitern über die Schultern.

Mit diesem Film möchte die Vulkanpark GmbH die Besucher
möglichst anschaulich und realitätsnah in die Welt
des römischen Bergbaus entführen. In dem zehn Minuten
dauernden 3-D-Film wird eine Handlung wiedergegeben, wie sie
sich vor 2000 Jahren an authentischer Stätte im Römerbergwerk
abgespielt haben könnte. Die Sprache der handelnden Personen
ist Latein. Auf Untertitel wurde verzichtet, was eine echte Herausforderung
für jeden Lateinlehrer bedeutet. Denn was die Personen sagen,
wird nicht verraten. Dies ist auch nicht unbedingt nötig,
da sich die Handlung von selbst erklärt. Doch neben aller
Gelehrsamkeit kommt die Unterhaltung natürlich nicht zu
kurz. Den Zuschauer erwarten einige Überraschungen.

Der Film läuft im Römerbergwerk Meurin (Di bis Frei
9 bis 17 Uhr; Sa/So 11 bis 18 Uhr) immer zur vollen und halben
Stunde. |