Die bedeutendste Hinterlassenschaft der Römer in der Pellenz ist das 2000 Jahre alte Römerbergwerk Meurin bei Kretz. In den engen und dunklen Gängen des größten römischen Tuffbergwerks nördlich der Alpen brachen die Römer den Tuffstein für unterschiedliche Bauvorhaben. Heute wird das einzigartige Kulturdenkmal, welches den Besuchern die Geschichte und die Technik des römischen Tuffabbaues erläutert, durch eine moderne Hallenkonstruktion geschützt. Großleuchtbilder und interaktive Computeranimationen erklären die antike unterirdische Arbeitswelt.
In Nickenich (Am Sportplatz) wurde 1931/32 das Grabmal einer wohlhabenden römischen Familie ausgegraben. Der aufwendige Rundbau ist komplett aus Tuffstein erbaut. In Ochtendung (Am Römerhügel 4) wurde 1978 ein römischer Friedhof entdeckt. Ein Tumulusgrab, ähnlich dem in Nickenich, zeugt vom Wohlstand der dort bestatteten Personen.
In Kruft kamen vor wenigen Jahren römische Gebäude zutage. Zumindest Teile davon dienten als Werkstatt zur Verarbeitung von Tuffstein. Zu diesem Gebäudekomplex gehört ein alter Römerkeller, eine ehemalige Abbruchstelle für Tuffstein aus der Römerzeit, sowie der historische Römerbrunnen (Kaspar-Schmitz-Straße 4).
Das Pellenz-Museum für Archäologie in Nickenich beherbergt eine kleine Ausstellung zur Vor- und Frühgeschichte der Pellenz von der Jungsteinzeit bis zur römischen Epoche. Ein Großteil der ausgestellten Exponate stellen durch Privatleute zusammengetragene Fundstücke im Rahmen des Bimsabbaus dar.
Öffnungszeiten: Montags geschlossen
Dienstags bis Freitags von 09.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 17.00 Uhr
Samstags, Sonntags und an gesetzlichen Feiertagen von 14.00 bis 17.00 Uhr www.pellenz-museum.de
Eintrittspreise Pellenz-Museum:
Schüler:
€ 0,50
Erwachsene:
€ 1,00
Gruppen können auch außerhalb der Öffnungszeiten die Ausstellung besichtigen.
Anmeldung ist unbedingt erforderlich.