Am Freitag, 27.10.2006 lud die Vulkanpark GmbH zu einer Tagesexkursion mit Ulrich Schreiber ein. Gemeinsam mit einer kleinen Teilnehmergruppe erkundete er die Schauplätze seines geokalyptischen Romans „Die Flucht der Ameisen“ an der Hohen Buche und im Brohltal. Die Interessenten lernten die Spuren vergangener Vulkanausbrüche deuten und erfuhren viel über die Ausmaße eines möglicherweise erneuten Ausbruchs in der Osteifel.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Heißer Herbst“ fand am 27. Oktober 2006 eine Tagesexkursion mit dem Geologieprofessor Ulrich Schreiber statt. Basierend auf seinem Roman „Die Flucht der Ameisen“, in dem der Hohe Buche-Vulkan bei Andernach ausbricht und eine Katastrophe von unvorstellbarem Ausmaß auslöst, suchte er mit den Teilnehmern die Orte des Geschehens auf. Anschaulich und detailliert beantwortete Ulrich Schreiber alle Fragen rund um die Themen Vulkanismus und Geologie und begab sich mit der Gruppe auf Spurensuche in der Landschaft.
Dass die Vulkane der Osteifel nicht erloschen sind, sondern nur schlafen, steht für Ulrich Schreiber ohne Zweifel fest. Und auch, dass die Region auf einen Ausbruch momentan nicht vorbereitet wäre, zumal die Folgen einer erneuten Eruption schwer abzusehen sind. Die Exkursionsteilnehmer staunten nicht schlecht, als Ulrich Schreiber ihnen von einem Aussichtspunkt in Höhenlage den möglichen Verlauf des Lavastroms in das Rheintal skizzierte. Die Aufstauung des Flusses und die Ansammlung der Lavamassen würden weite Gebiete und viele Orte entlang des Rheins unter sich begraben. Wirklich schwer vorstellbar - dennoch nicht unrealistisch.

Dass ehemalige Vulkanausbrüche mit ihren wertvollen Naturrohstoffen jedoch auch ein Segen für die Menschen waren, wurde an den Steinbrüchen und alten Abbaustellen des vulkanischen Gesteins an der Hohen Buche deutlich. Auch im Brohltal in der Nähe der Trasshöhlen wies Ulrich Schreiber die Gruppe auf einen zugeschütteten Stollen hin. Hier wurde zu früherer Zeit Eisen gewonnen. Mit diesen Erzählungen brachte Ulrich Schreiber seine Zuhörer immer wieder zum Staunen und die Spurensuche im Gelände wurde besonders reizvoll.
Nach einem langen und vielleicht auch anstrengendem Tag stellten jedoch alle Teilnehmer zufrieden fest, dass sie um viel Wissen bereichert wurden und ihren nächsten Spaziergang mit anderen Augen genießen werden. |