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Projekte im Vulkanpark gehören zu den bedeutendsten Geotopen Deutschlands

Die Entstehungsgeschichte der Eifel ist einzigartig: Die erdgeschichtlich jüngste Vulkanlandschaft Mitteleuropas birgt geologische Schätze von unvorstellbarem Wert. Dies wurde schon durch die Anerkennung des Nationalen Geoparks VULKANLAND EIFEL dokumentiert.

Nun wurde diese allgemein bekannte Annahme auch von wissenschaftlicher Seite bestätigt und ausgezeichnet:

Die Akademie der Geowissenschaften zu Hannover e.V. hatte 2004 zu dem Wettbewerb „Die bedeutendsten Geotope in Deutschland“ aufgerufen. Hierzu wurden 180 Vorschläge aus ganz Deutschland eingereicht. Darunter drei Projekte des Vulkanparks im Landkreis Mayen-Koblenz. Eine Fachjury unter Beteiligung der UNESCO wählte 77 davon aus, u.a. auch die Projekte des VULKANLAND EIFEL. Hierzu zählen neben dem Dachsbusch bei Glees und dem Vulkansystem Moosenberg-Meerfeld auch der Eppelsberg, die Wingertsbergwand und das Römerbergwerk Meurin. Die ausgewählten Vorschläge stellen besonders auffällige und attraktive geologische Sehenswürdigkeiten dar und sind einen Besuch wert.

Der Eppelsberg bei Nickenich ist ein besonders anschauliches Beispiel eines Schlackenkegels, der vor 230.000 Jahren entstand. Auf dem Lehrpfad am Westrand des Vulkans werden seine Entstehungsgeschichte anhand der Ablagerungen, die sich in mehreren Phasen vulkanischer Tätigkeit bildeten, sowie die unterschiedlichen Ausbruchmechanismen und Transportvorgänge erklärt. Von einem erhöhten Aussichtspunkt aus lassen sich in der gegenüberliegenden bis zu 60 m hohen Abbauwand die Ablagerungen von fünf Ausbruchsphasen betrachten, die den eigentlichen Eppelsberg-Vulkan aufbauen.

Die Wingertsbergwand liegt ca. 2,5 km vom Laacher See entfernt und zeigt in ihrem Ablagerungsprofil die umfassende kraternahe Schichtabfolge der Laacher See-Eruption. Die bis zu 60 m hohe Bims- und Tuffwand ist im Zuge des Abbaus vulkanischer Ressourcen freigelegt worden. Jede Einzellage und auch Schichtpakete sind Zeugnisse der gewaltigen Kräfte, die bei dem Ausbruch freigesetzt wurden.

Alle Natur- und Landschaftsdenkmäler des Vulkanparks sind durch Wanderwege mit Infotafeln erschlossen und für die Besucher frei zugänglich.

Das 2.000 Jahre alte Römerbergwerk Meurin bei Kretz ist das größte römische Untertage-Tuffsteinabbaugiet nördlich der Alpen. Die mehrere Meter mächtige Tuffschicht entstammt der gewaltigen Explosion des Laacher See-Vulkans. Eine moderne Hallenkonstruktion schützt heute das einzigartige Kulturdenkmal, das im Jahr 2004 von Europa Nostra mit einem der höchsten europäischen Kulturpreise ausgezeichnet wurde. Ein Audioguide führt den Besucher durch das historische Bergwerk.

Dokumentiert ist die Liste der bedeutendsten Geotope in dem reich bebilderten Buch „Faszination Geologie“. Wie in einem Reiseführer werden die künstlichen oder natürlichen Aufschlüsse wie Steinbrüche oder Steilhänge, aber auch einzelne Naturschöpfungen wie Findlinge oder ganze Landschaftsteile wie Küstenregionen oder Gebirge beschrieben. Das Werk lädt zu einer geologischen Reise durch die Heimat ein: Lassen Sie sich von der Schönheit unserer Landschaft faszinieren!

 
 
Ansprechpartner

Guido Lotz
Tel.: 0261-108 564
g.lotz@vulkanpark.com