Startschuss für die Auto- und Ferienstraße „Deutsche Vulkanstraße“ im Nationalen Geopark VULKANLAND EIFEL
Für das bisher größte Projekt im Nationalen Geopark VULKANLAND EIFEL wurde jetzt am Aussichtspunkt „Erntekreuz“ am Laacher See der Startschuss gegeben: die Deutsche Vulkanstraße wurde feierlich eröffnet. Die Natursteinstelen neben der Straße, die das Eingangstor zur Auto- und Ferienstraße symbolisieren, wurden enthüllt und von Abt Benedikt Müntnich eingesegnet.
Fünf Landkreise, die Träger der Eifel-Vulkanparks und der ADAC haben die 280 Kilometer lange Erlebnisstraße mit den 39 geotouristisch interessanten Punkten unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Wilhelm Meyer entwickelt.
Bürgermeister Hermann Höfer begrüßte zur Eröffnung der Deutschen Vulkanstraße den Staatssekretär Dr. Carsten Kühl vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau in Mainz, die Landrätin Beate Läsch-Weber, Kreis Bernkastel-Wittlich, Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Kreis Ahrweiler, Landrat Eckhard Huwer, Kreis Cochem-Zell, Landrat Heinz Onnertz, Kreis Daun und Landrat Albert Berg-Winters, Kreis Mayen-Koblenz und viele weitere Gäste.
„Die Deutsche Vulkanstraße wird in seiner Routenführung und den einzelnen Stationen mit Sicherheit über die Bundesgrenzen hinweg Anerkennung und viele Freunde finden. Denn die einzigartig vulkanologisch geprägte Eifel wird ab sofort mit der Deutschen Vulkanstraße über kommunale Gebietsgrenzen gemeinsam touristisch erschlossen“, so Hermann Höfer in seiner Begrüßungsrede.
Vom Eingangstor zur Deutschen Vulkanstraße am Aussichtspunkt Erntekreuz am Laacher See führt die Ferienstraße bis in die Westeifel nach Manderscheid. 280 Kilometer Erdgeschichte zum Anfassen. Die Vielfalt der vulkanischen Sehenswürdigkeiten auf dieser Route ermöglicht eine Erkundung des VULKANLANDES EIFEL in mehreren Auto-Etappen. Info-Zentren in allen Teilregionen des Nationalen Geoparks halten begleitende Informationen über das geologisch Wissenswerte sowie über das vielfältige touristische Angebot bereit. Denn neben dem Verstehenlernen der gewaltigen Kräfte aus dem Erdinnern gehört auch Entspannung und Genuss in den Hotels, Pensionen, Restaurants und Gasthäusern mit zum Aufenthalt im VULKANLAND EIFEL.
Seit dem Jahr der Anerkennung in 2004 arbeiten unter dem Dach des Nationalen Geoparks VULKANLAND EIFEL drei bestehende Vulkan- bzw. Geoparke zusammen: der Vulkaneifel European Geopark in der Westeifel, der Vulkanpark Mayen-Koblenz und der Vulkanpark Brohltal/Laacher See.
Die Auszeichnung zum deutschlandweit fünften und in Rheinland-Pfalz ersten Nationalen Geopark erfolgte nach strengen Auswahlkriterien durch die Alfred-Wegener Stiftung zur Förderung der Geowissenschaften (AWS) im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
Ausschlaggebend für die Anerkennung war vor allem die Vielfalt des vulkanischen Formenschatzes: Maare, Schlackenkegel, Lavaströme, Dome, Calderen und unzählige sprudelnde Quellen.
Mit der Eröffnung steigt die Deutsche Vulkanstraße in die Liga der Ferienstraßen Deutschlands ein. Sie wird in einer Geo-Woche vom 29.05.-03.06.2007 mit zahlreichen Events und Veranstaltungen den Geotourismus entlang der Deutschen Vulkanstraße aufleben lassen.
Besonders hilfreich für die Erkundung der 39 Geo-Highlights ist das Begleitbuch zur Deutschen Vulkanstraße. Hintergrundinfos und Beschreibungen zum Streckenverlauf geben den Reisenden Tipps und liefern einen Gesamtüberblick zum Thema Eifelvulkanismus.
Im Internet ist die Deutsche Vulkanstraße unter dem Homepage www.deutsche-vulkanstrasse.com ab dem 10.09.2006 präsent. Der Service rund um die Deutsche Vulkanstraße wird von den drei Vulkan- bzw. Geoparks weiter ausgebaut. Ein akustisches Routenbuch für MP3-Player, Merchandisingartikel verschiedener Art und die Ausbildung von Geo-Gastgebern werden folgen und die Einmaligkeit der Ferienstraße weiter herausheben.
Im Namen aller Beteiligten dankte Hermann Höfer allen, die sich für die Ausweisung der Deutschen Vulkanstraße eingesetzt haben. Insbesondere dankte er Abt Benedikt Müntnich von der Abtei Maria Laach für die zur Verfügungstellung der Parkplatzfläche am Aussichtspunkt Erntekreuz und dem Land Rheinland-Pfalz für die finanzielle Unterstützung der gesamten Maßnahme. Von den Kosten in Höhe von 267.452 Euro wurde ein Zuschuss von 165.540 Euro bewilligt. Darin enthalten sind 29.000 Euro aus Mitteln der EU – Gemeinschaftsinitiative „Leader Plus“.
Der Routenverlauf der Deutschen Vulkanstraße wurde von Prof. Dr. Wilhelm Meyer festgelegt. „Keiner kennt die geologischen Besonderheiten dieser Region besser als Prof. Dr. Meyer. Wir bedanken uns alle sehr herzlich dafür, dass Sie neben den vielen Projekten in unseren Vulkanparks auch dieses mit aufgebaut und unterstützt haben“, so der Dank von Hermann Höfer.
Der ADAC hat die Unterstützung im Marketingbereich zugesagt. So wird die Deutsche Vulkanstraße künftig bundesweit in vielen Publikationen des Automobil-Clubs aufgenommen, dies erhöht den Bekanntheitsgrad der Region, bundesweit.
Die geologischen, vulkanologischen und kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten werden im Nationalen Geopark informativ aufbereitet und in Museen des VULKANLANDES EIFEL nach Schwerpunktthemen dargestellt.
Deshalb ist die Deutsche Vulkanstraße nicht nur ein Erlebnis für geologisch Interessierte und Individualreisende, sondern auch für Busgruppen, Schulklassen und die ganze Familie. |