Neue Vitrinenausstellung im Vulkanpark Infozentrum zur Saison 2005
Steine, Mineralien und Naturschutz Mit einer neuen Vitrinenausstellung im Vulkanpark Infozentrum Rauschermühle in Plaidt/Saffig startet die Vulkanpark GmbH am 15. März in die Saison 2005. Die neue Vitrinenausstellung mit dem Titel „Steine, Mineralien und Naturschutz“ wurde vom Naturkundemuseum Laacher See ausgestattet und widmet sich den Themen vulkanische Gesteine und Mineralien sowie Natur- und Artenschutz. Sie löst die Herbstausstellung „Vom Faustkeil zur Bronzesichel“ von Schloß Monrepos ab.

Vulkanpark Geschäftsführer Michael Knopp und Klaus Ullenbruch vom Naturkundemuseum Maria Laach eröffnen die neue Vitrinenausstellung im Vulkanpark.
Die Vitrinenausstellung „Steine, Mineralien und Naturschutz“ ergänzt mit ihren vulkanischen Gesteinen und Mineralien auf der einen Seite die bestehende Präsentation des Vulkanparks im Infozentrum Rauschermühle. Auf der anderen Seite ermöglicht sie dem Naturkundemuseum Laacher See sich bei den Besuchern im Vulkanpark vorzustellen und so Interesse zu wecken.
Ausgestellt werden neben den wichtigsten vulkanischen Gesteinen vor allem Mineralien und Kristalle der Eifel. Die vulkanischen Gesteine hatten in der Vergangenheit und haben zum Teil auch noch heute, eine große wirtschaftliche Bedeutung für die Region. So wurde zum Beispiel der Beller Tuff aufgrund seiner guten thermischen Eigenschaft in vielen kleinen Layen rund um Bell abgebaut und in den ortsansässigen Backofenbauernbetrieben verarbeitet. Die ausgewählten Mineralien wie Biotit, Hämatit, Pyrit, Olivin und Fasergips sind besonders schön anzusehen und daher begehrte Sammlerstücke. Besonders erwähnenswert ist hierbei der Hauyn, der unsere Heimat bei Sammlern aus aller Welt bekannt gemacht hat. Jedes Jahr kommen zahlreiche Besucher in die Region und ins Naturkundemuseum um dieses Mineral zu sehen und selber zu suchen; oftmals in der Hoffnung einen schönen, großen und schleifbaren Hauyn-Kristall zu finden, der dann für den eigenen Schmuck verwendet werden könnte.
Eigentlicher Schwerpunkt des Naturkundemuseums Laacher See ist die heimische Tierwelt, denn der Laacher See ist wegen seiner Vielfalt an wassergebundenen Vogelarten, die den See entweder ganzjährig nutzen oder nur als Brut-, Rast- oder Mauserplatz aufsuchen, einzigartig in Mitteleuropa. Ein Teil der Ausstellung widmet sich daher auch diesem Thema. Tierpräparate wie Steinmarder, Jungfuchs, Reh, Sperber und Waldohreule die im Naturschutzgebiet rund um den Laacher See beheimatet sind, kann der Besucher jetzt im Infozentrum betrachten. In diesem Zusammenhang befasst sich die Ausstellung auch mit dem Aspekt des Artenschutzes und zeigt verbotene, zum Teil makabere Urlaubssouvenirs wie Elefantenfußhocker oder Schildkrötenpanzer.
Klaus Ullenbruch vom Naturkundemuseum Laacher See ist begeistert von der Idee der Vitrinenausstellungen. „Ich freue mich, dass ich so die Gelegenheit habe, den Gästen des Vulkanparks die Mineralien und die Tierwelt der Eifel vorzustellen und gleichzeitig hier für unsere naturkundliche Ausstellungen und Schauterrarien im Naturkundemuseum Laacher See werben kann.“
„Mit dem Konzept der wechselnden Vitrinenausstellungen im Vulkanpark Infozentrum verfolgen wir zwei für uns wichtige Ziele,“ erklärt Vulkanpark Geschäftführer Michael Knopp. „Auf der einen Seite möchten wir durch wechselnde Vitrinenausstellungen die Attraktivität des Infozentrums erhalten und den Besucher immer wieder an neue Themen heranführen. Auf der anderen Seite wollen wir dem Gast weitere museale Einrichtungen in unserer Umgebung näher bringen. Mit den Vitrinenausstellungen können wir Vernetzungen schaffen und Neugierde auf andere Museen wecken. Die Herbstausstellung „Vom Faustkeil zur Bronzesichel“ verwies auf Schloß Monrepos und die Ausstellung der Denkmalpflege auf der Feste Ehrenbreitstein in Koblenz. Die jetzige Vitrinenausstellung verweist auf das Naturkundemuseum Maria Laach am Laacher See.“ |