Römerlager im Römerbergwerk Meurin bei Kretz erfreut sich ständig wachsender Beliebtheit
Über 1.000 Besucher schauten den Römern im Tuffbergwerk Meurin über die Schulter
Weit mehr als 1.000 Besucher nahmen am Wochenende, 11. und 12. Juni, die Gelegenheit wahr, das Lager der XXVI. römischen Cohorte im Römerbergwerk Meurin bei Kretz zu besuchen und römisches Lagerleben und Handwerk hautnah zu erleben.
Vor allem viele Familien mit Kinder informierten sich bei bestem Wetter über das Römerbergwerk Meurin sowie das Leben und Arbeiten zu römischer Zeit.

Bei den begehrten Kinderführungen werden der Laacher See-Ausbruch und die Arbeit im römischer Tuffabbau kindgerecht erklärt.
Im Lager der XXVI. römischen Cohorte gab es viel zu entdecken. Steinmetze, Schmiede, Wachstafelhersteller, Kupferschmiede und Soldaten boten Werkzeuge, Waren, Spiele und Ausrüstung zum Anfassen. Das diesjährige Frühjahrslager stand unter dem Motto „Getreide, Mehl und Mühlstein“. Und hier gab es einiges zu entdecken.
Attraktion war eine Ausstellung von original rekonstruierten funktionsfähigen Handmühlen verschiedener Epochen. Vorgestellt wurden neben einem Reibstein funktionsfähige keltischer, römischer Handmühlen. Unter anderem auch eine olynthische Schiebemühle. Eine Mühle, die Getreide nicht durch einen rotierenden Mühlstein mahlt, sondern, ähnlich wie bei einem Reibstein, durch die Vor- und Zurückbewegung eines viereckigen Mühlsteins.
Die Mühlen wurden nicht nur vorgeführt sondern konnten auch selbst ausprobiert werden. So manch kleiner und großer Besucher machte an den Handmühlen die Erfahrung, wie mühsam und zeitaufwendig die Herstellung von Mehl war.
Aber auch das Soldatenleben war gefragt. Kleine Nachwuchsrömer sah man tief gebeugt unter dem schweren Kettenhemd oder mit Schild und Schwert ausstaffiert für ein Foto Modell stehen. Auch das Stockbrot kam gut an. Ein kleines Lagefeuer bot die Gelegenheit sich selbst ein Stockbrot über lodernder Flamme zu backen. Schnell waren die rund 100 vorbereiteten Stockbrote ausverkauft.
Großer Andrang herrschte bei den Führungen durch das Bergwerk. Zahlreiche Besucher nahmen die Gelegenheit wahr sich von einem geschulten Vulkanparkführer durch das Bergwerk führen zu lassen. Hierbei wurden die Arbeitstechniken und die Arbeitswelt im mühsamen und gefährlichen Untertageabbau erklärt. Um allen Interessenten eine Teilnahme zu ermöglichen wurden die Anzahl der Führungen für Kinder und auch für Erwachsene kurzfristig zeitlich versetzt wiederholt.

Neben dem zu bestaunenden Handwerk gab es beim Wachstafelmacher auch römisches Fladenbrot mit Käseaufstrich zu kosten.
Die Vulkanpark GmbH freut sich den Gästen im Römerbergwerk Meurin Geschichte zum Anfassen bieten zu können. Das Anfassen und Mitmachen ist bei diesen Veranstaltungen besonders wichtig. Kinder und Erwachsene können so das Leben und Arbeiten vor 2.000 Jahren besser begreifen. Römische Spiele, Mehl mahlen, Stockbrot backen und die Anprobe eines Kettenhemdes sind aktive Bestandteile der Veranstaltung. Darin sieht Marketingleiter Guido Lotz den Erfolg der Veranstaltung.
Aufgrund des großen Erfolges des Römerlagers hat die Vulkanpark GmbH ein weiteres Lager für den 1. und 2. Oktober dieses Jahres geplant. Einen Termin den sich alle Interessenten schon mal vormerken sollten. |