Vulkane bieten großes Entwicklungspotenzial
Dass die Eifelvulkane ein großes Entwicklungspotential für den Tourismus bieten, wurde bei dem gemeinsamen IHK-Tourismustreff der Industrie- und Handelskammern Koblenz und Trier in Maria Laach schnell deutlich. Unter dem Motto „Geotourismus – Entwicklungspotenzial für die Eifel“ trafen sich im Informationszentrum Maria Laach 100 Hoteliers, Gastronomen und Touristiker aus der Region, um gemeinsam mit Referenten und Vertreter der Vulkanparks über dieses Thema zu diskutieren.
Die Vulkan- und Geoparks in der Eifel investieren bereits seit vielen Jahren in den Geotourismus rund um das Thema Vulkanismus. Die Verantwortlichen haben mit Infozentren, erschlossenen Natur-, Kultur- und Industriedenkmälern und Georouten die geologischen Themen besucherfreundlich und ansprechend aufbereitet.
Hermann Höfer, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Brohltal, führte mit seinem Vortrag „Geologisches Erbe“ in das Thema ein. Peter Berg, Hotelier im Geopark „Bergstraße-Odenwald“, gab mit seinen Best Practice-Beispielen – aus Sicht des Leistungsträgers – Einblick in seine Erfahrungen aus einem anderen Geopark. Uwe Schöllkopf, Herausgeber der Buchreihe „Ein schöner Tag“, zeigte den Teilnehmern den Weg zu einer erfolgreichen Öffentlichkeitsarbeit auf. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Achim Schloemer, Geschäftsführer der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH.

Die Eifel gehört zu einem der jüngsten Vulkangebiete Europas. Maare, Schlackenkegel, Lavaströme, Dome, Calderen und sprudelnde Quellen sind die sichtbaren Zeugnisse dieser heißen Vergangenheit. Die Verantwortlichen der Tourismusregionen der Eifel haben sich dieses Alleinstellungsmerkmal zu Nutzen gemacht. Im Zuge einer nachhaltigen Regionalentwicklung wurden in den zurückliegenden drei Jahrzehnten große Investitionen in den Aufbau der touristischen Infrastruktur gesteckt, um auch an der neuen Tourismusart – dem Geotourismus – zu partizipieren.
Dies machte auch die anschließende Podiumsdiskussion deutlich. Guido Lotz, Marketingleiter des Vulkanparks Mayen-Koblenz, belegte mit steigenden Besucherzahlen in den Einrichtungen Vulkanpark Infozentrum Rauschermühle, Römerbergwerk Meurin und Lava-Dome in Mendig, das steigende Interesse der Besucher am Thema Vulkanismus.
Prof. Dr. Ehses Leiter des Landesamt für Geologie und Bergbau stellte das einmalige geologische Potential der Eifel deutlich heraus. In der Erschließung des Geysir Andernach sieht er ein geologisches Highlight von nationaler Bedeutung.
Hans-Jürgen Podzun, Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz, betonte in seinem Grußwort die Chancen und Bedeutung des Geotourismus für die Eifel: „In einer geologischen Erlebniswelt, wie wir sie in der Eifel vorfinden, lassen sich Aspekte der Wissenschaft, der Geschichte und der Kultur mit aktuellen touristischen Trends wie Wandern, Radfahren und Naturerlebnis verbinden. Wie bei vielen touristischen Angeboten ist es wichtig, ein ganzheitliches Konzept zu entwickeln, d.h. einzelne, schon vorhandene Produkte zu verbinden, neue Angebote zu entwickeln, Akteure zu vernetzen und somit ein Gesamtpaket zu schnüren.“
Das die Veranstaltung und das Thema bei allen Teilnehmern auf großes Interesse stößt, zeigte sich in den angeregten Diskussionen und Gesprächen im Vorfeld der Veranstaltung und beim „get together“ im Anschluss an den offiziellen Teil. |