„vulkanen“ Sie doch mal
Unternehmen Sie eine Reise in die Vergangenheit der Erde. Spüren Sie den Atem der Erdgeschichte und erleben Sie die Vulkane der Eifel.
Besuchen Sie den Vulkanpark im Nationalen Geopark VULKANLAND EIFEL und erleben Sie die heiße und feurige Entstehungsgeschichte der Eifel. Gewaltige Vulkanausbrüche schufen aus Feuer, glühender Lava und Asche Deutschlands jüngste Landschaft: die Eifel. Erst vor ca. 13.000 Jahren rasten die letzten Glutlawinen und Ascheströme des Laacher See-Vulkans mit hoher Geschwindigkeit durch die Täler und hinterließen eine karge Mondlandschaft. Die gewaltigen Vulkanausbrüche in der Eifel prägten nicht nur die Landschaft, sondern auch das Leben der Menschen.
Noch heute zeugen zahlreiche Schlackenkegel, Maare, meterdicke Tuff- und Bimswände sowie erkaltete Lavaströme von dieser heißen Entstehungsgeschichte. Bergwerke, Stollen und Steinbrüche verschiedener Epochen dokumentieren eindrucksvoll das Leben der Menschen mit und von dem vulkanischen Erbe. Die Deutsche Vulkanstraße ausgeschildert als touristische Ferienstraße verbindet auf 260 km rund 40 einmalige vulkanologische, geologische und archäologische Sehenswürdigkeiten in der Vulkaneifel rund um das Thema Eifelvulkanismus und Gesteinsabbau.
Der Vulkanpark im Landkreis Mayen-Koblenz bildet gemeinsam mit dem Vulkanpark Brohltal/Laacher See und dem Vulkaneifel European Geopark den anerkannten Nationalen Geopark VULKANLAND EIFEL. Einzigartige Geotope in Verbindung mit musealen Einrichtungen und der verständlichen Präsentation brachten dem Vulkanpark die Anerkennung Nationaler Geopark ein. Eindrucksvoll macht er mit seinem Infozentrum, dem Römerbergwerk, dem Lava-Dome, der weltbekannten Wingertsbergwand sowie vielen weiteren Projekten den Vulkanismus der Eifel, die Entstehung der Landschaft sowie die Nutzung von Lava, Bims und Tuff von der Römerzeit bis heute für den Besucher erlebbar. Erschlossene Natur-, Kultur- und Industriedenkmäler erlauben dem Besucher einen faszinierenden Blick in das Innere der Erde. Neben den Highlights Infozentrum Rauschermühle in Plaidt/Saffig, Römerbergwerk Meurin bei Kretz und Lava-Dome in Mendig verfügt der Vulkanpark über 20 weitere einmalige und für den Besucher erschlossene vulkanologische, archäologische und industriehistorische Projekte. Jedes Vulkanparkprojekt wurde durch Info- und Lehrpfade mit leichtverständlichen und gut bebilderten Infotafeln erschlossen. Vier ausgewiesene Autorouten, ausgeschilderte Radwege sowie markierte Wander- und Rundwege führen Radfahrer, Wanderer und Familien durch den Vulkanpark.
Der „Vulkanpark Radweg“ verläuft von Andernach bis nach Mayen und verbindet verschiedene Vulkanparkprojekte per Velo. Gemütlich kann man hier an einem Tag von Vulkanparkprojekt zu Vulkanparkprojekt radeln. Parallel zum Radweg fährt die Trans-Regio-Bahn. So kann man von Mayen aus und auch von den anderen Bahnhöfen entlang der Strecke die Rückfahrt mit der Bahn antreten.
Vulkanpark Infozentrum Rauschermühle, das Tor zum Vulkanpark
Im Vulkanpark Infozentrum Rauschermühle in Plaidt/Saffig kann man trefflich „vulkanen“. Hier kann man Vulkanismus sehen und hören, erleben und verstehen; Eifelvulkanismus präsentiert sich in allgemeinverständlicher und eindrucksvoller Form. Zwei Filme mit faszinierendem Filmmaterial und Computeranimationen nehmen den Zuschauer mit auf einen Zeitreise durch die heiße Entstehungsgeschichte der Eifel sowie durch die 7.000-jährige Geschichte des Gesteinabbaus.
Großfotos, ausgesuchte Exponate sowie Computer-Infoterminals bieten dem Besucher Wissenswertes zum Thema Vulkanismus und Nutzung des vulkanischen Gesteins seit über 2.000 Jahren in Wort, Bild Animation und Modell. Der Steinerlebnisgarten des Infozentrums lädt ein zum Verweilen: Hier kann man spielerisch vulkanische Steine hören und fühlen. Ein moderner Audioguide führt deutsch- und englischsprachig durch die Ausstellung.
Unmittelbar hinter dem Infozentrum liegt der Rauscherpark, wo sich die Nette seit über 200.000 Jahren durch einen Lavastrom sägt. Das Rauschen des Flusses, der sich wildromantisch durch ein enges Tal windet und über kleine Kaskaden ergießt, begleitet den Spaziergänger auf einem Teil des schönen Wanderweges zum Römerbergwerk Meurin. Entlang der Nette im Rauscherpark, durch den Ort Plaidt und das Tal des Krufter Baches kann man in ca. 90 Minuten das Römerbergwerk Meurin erreichen.
Im Infozentrum Rauschermühle in Plaidt/Saffig erhält der Besucher Informationen und Vorschläge für eine erlebnisreiche Tour durch den Vulkanpark. Wissenschaftlich geschulte Vulkanparkführer sind bei Voranmeldung unter Telefon 01801-88 55 26 für das Infozentrum, das Römerbergwerk, den Lava-Dome und alle weiteren Vulkanparkprojekte buchbar.
Ein 2.000 Jahre altes römisches Bergwerk erleben
Ein weiteres Highlight ist das Römerbergwerk Meurin, das größte römische Untertage-Tuffsteinabbaugebiet nördlich der Alpen. Die hier seit über 2.000 Jahren abgebaute, mehrere Meter mächtige Tuffschicht entstammt der gewaltigen Explosion des Laacher See-Vulkans. In einer imposanten Symbiose von moderner Architektur und 2.000 Jahre altem Bergwerk entführen die Archäologen des Vulkanparks den Besucher in die Welt des mühevollen Steinabbaus zu römischer Zeit. Für diese einmalige Konzeption und Präsentation wurde das Römerbergwerk Meurin im Jahr 2004 von Europa Nostra mit einem der höchsten europäischen Kulturpreise ausgezeichnet. Ein moderner 3D-Film, vorgeführt in stollenähnlicher Atmosphäre, versetzt den Besucher mitten in die römische Arbeitswelt und gibt so Einblick in die Art und Weise des römischen Tuffabbaus. Große Leuchtbilder entlang eines Rundweges erklären die antike Arbeitswelt.
Ein Audioguide den Rundgang der Besucher. An 29 Erzählstationen erläutert ein modernes Audioguidesystem zweisprachig (Deutsch/Englisch) die vulkanische Entstehung von Tuff und Bims, die schwere und gefährliche Arbeit Untertage sowie die römischen und mittelalterlichen Abbautechniken und Werkzeuge.
Noch mehr „vulkanen“ im Lava-Dome
Einen Vulkanausbruch miterleben, ohne sich dabei in Gefahr zu begeben? Das ist in dem neuen Vulkanpark-Highlight, dem Lava-Dome in Mendig möglich. In dieser interaktiven Ausstellung lässt sich der Vulkanismus mit allen Sinnen erleben. Ein multimedialer Vulkanausbruch demonstriert auf beeindruckende Weise die freiwerdenden Kräfte. Die Vulkanwerkstatt lässt die Besucher Informationen, wissenschaftliche Erkenntnisse und Grundlagen über Vulkane erfahren und an Experimentiertischen nachvollziehen.
Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder können hier auf Erkundungstour gehen und die Welt der Vulkane ganz für sich erschließen.
Neben dem Lava-Dome befinden sich auf der Mendiger „Museumsinsel“ auch die Museumslay und die Lavakeller. Die Museumslay ist eine Freiluftausstellung und erläutert alles rund um die Steinverarbeitung. Zu sehen sind dort Grubenkräne, eine Steinmetzhütte, eine originalgetreu nachgebaute Schmiede und eine alte Grubenbahn.
Eine Treppe mit 150 Stufen führt mitten in die Lavakeller, d. h. in einen erkalteten und ausgehöhlten Lavastrom in 30 Meter Tiefe. Dieser durch einen Führer begleitete Abstieg stellt ein Erlebnis der besonderen Art dar.
23 Projekte erlauben Wanderern, Schulklassen und Familien eine einmalige Entdeckungsreise in die Vergangenheit der Erde
Zahlreiche für den Besucher erschlossene Natur-, Kultur- und Industriedenkmäler machen den Besuch des Vulkanparks zu einem abwechslungsreichen Erlebnis für Familien, Schulklassen, Gruppen und Wanderer. Die 50 m hohe Wingertsbergwand erzählt die Geschichte des gewaltigen Laacher See-Vulkanausbruchs; der Eppelsberg macht den Aufbau eines vulkanischen Schlackenkegels verständlich; die Ettringer Lay, ein ehemaliger Steinbruch mit Grubenkränen, zeigt das harte Leben der Bergleute und Pflastersteinschläger im 19. Jahrhundert. Wanderwege zum römischen Steinbruch „Hohe Buche“ und rund um das Booser Doppelmaar oder der herrliche Ausblick vom Gipfel des Nastberg Vulkans zeigen die Schönheit der Landschaft. Alle Landschaftsdenkmäler sind ausgeschildert, freizugänglich und mit beschilderten Infopfaden erschlossen.
Insgesamt gibt es für den Besucher, zählt man „externe Projekte“ wie das Stadtmuseum Andernach, das Deutsche Schieferbergwerk oder die Genovevaburg in Mayen mit, über 20 einmalige Einrichtungen rund um das Thema Eifelvulkanismus und Bergwerksgeschichte zu entdecken. All diese einmaligen, sehens- und erhaltenswerten Geotope, vulkanischen Aufschlüsse und archäologische Stätten zeichnen den Vulkanpark im Landkreis Mayen-Koblenz als Bestandteil des Nationalen Geoparks VULKANLAND EIFEL aus.
Hier kann man mehr als einen erlebnis- und zugleich lehrreichen Tag „vulkanen“.
Das vielfältige Angebot an Gastronomie und Hotellerie lädt zu einem Kurzurlaub oder Wochenendausflug in die vulkanische Osteifel ein.
Informationen, Anfahrt und Kontakt
Für Betriebsausflüge, Gruppen, Wanderungen und Schulklassen erstellen wir gerne ein Programm. Vulkanparkführer sind für alle Projekte buchbar.
Weitere Informationen zum Vulkanpark Infozentrum, Römerbergwerk, Lava-Dome und allen weiteren Projekten gibt es im Vulkanpark:
Infozentrum Rauschermühle, 56637 Plaidt,
Info-Hotline 01801-88 55 26, Fax. 0 26 32-98 75 20,
E-Mail: info@vulkanpark.com
Sie erreichen das Infozentrum Rauschermühle bequem über die A 61 Abfahrt Plaidt (36) und über die A 48 Abfahrt Ochtendung (8). Folgen Sie den braunen Hinweisschildern Vulkanpark i-Zentrum.
Öffnungszeiten Infozentrum Rauschermühle und Römerbergwerk Meurin:
März bis November:
Di.-Fr. 9.00 bis 17.00 Uhr
Sa., So. Feiertags 11.00 bis 18.00 Uhr
November bis März: Di.-So. 11.00 bis 16.00 Uhr
Das Römerbergwerk ist von November bis März nur für Gruppen mit Führung bei Voranmeldung geöffnet.
Sie erreichen das Römerbergwerk über die Autobahn 61 Abfahrt Kruft (35). Folgen Sie auf der B 256 den braunen Schildern „Route blau“. In Höhe des Ortes Kretz weist ein Schild den Weg.
Öffnungszeiten Lava-Dome in Mendig:
ährig: Di.-So. 10.00 bis 17.00 Uhr
Führungen durch die Lavakeller:
Di.-Fr. 14.00 Uhr
Sa., So., Feiertags 12.00 und 14.00 Uhr
Sie erreichen den Lava-Dome über die Autobahn 61 Abfahrt Mendig (34). Sie befinden sich auf der B 262; nehmen Sie die Abfahrt Mendig-Niedermendig.
Besuchen Sie uns im Internet unter www.vulkanpark.com oder für Schüler www.vulkanschule.de |