| Zehn Jahre ist es her, dass am 27. Februar 1997 der Forschungsbereich Vulkanologie, Archäologie und Technikgeschichte in Mayen – besser bekannt als Forschungsstelle Vulkanpark – offiziell eingeweiht wurde.
Ins Leben gerufen hatten ihn der LandkreisMayen-Koblenz und das Römisch-Germanische Zentralmuseum in Mainz. Damals ein durchaus ungewöhnliches Experiment: Ein Landkreis und ein international operierendes Forschungsinstitut schließen sich zusammen, um mit vereinten Kräften Wissenschaft „vor Ort“ zu betreiben. Damit war der wissenschaftliche Grundstock für den neugegründeten Vulkanpark im Landkreis Mayen-Koblenz gelegt.
Der Forschungsbereich VAT ist für die wissenschaftliche Vorbereitung und Erarbeitung der Vulkanpark-Projekte verantwortlich: Archäologische Ausgrabungen, geologische Prospektionen, Feldbegehungen, Ausstellungskonzepte, multimediale Präsentationen, Drehbücher für die Vulkanpark-Filme, wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Publikationen, Vorträge zu den Denkmälern des Vulkanparks – die Liste der Aufgaben der VAT ist lang. Ihren Niederschlag finden die Arbeiten in mittlerweile mehr als 20 Vulkanpark-Projekten, wie dem Infozentrum Rauschermühle (Plaidt/Saffig), dem Lava-Dome (Mendig), dem Römerbergwerk Meurin (Kretz), dem Mayener Grubenfeld oder der Hohen Buche (Andernach).
Die eigentliche Wissenschaft wird oft im „Verborgenen“ voran getrieben. Unter dem Titel „Entstehung einer Industrielandschaft – Das antike Steinbruch- und Bergwerksrevier zwischen Eifel und Rhein“ werden die vielfältigen Fragestellungen, gebündelt und in überregionale Zusammenhänge gestellt.

Das Team des Forschungsbereichs VAT: Dr. Lutz Grunwald, Antonia Glauben M.A., Stefanie Wefers M.A., Dr. Fritz Mangartz, Dr. Holger Schaaff, Martin Grünewald M.A., Dr. Angelika Hunold, Dr. Stefan Wenzel (v.l.n.r.).
Die Ergebnisse finden ihren Niederschlag in einer eigens gegründeten Publikationsreihe. Auf internationalen Kongressen, wie zuletzt in Grenoble, stoßen die Arbeiten auf großes Interesse. Die europäische Bedeutung der Vulkanpark-Forschungen spiegelt sich im Römerbergwerk Meurin wider.
Im Jahre 2003 erhielt dieses besondere Industriedenkmal den Europa Nostra Award – den europäischen „Oscar“ für Kulturdenkmäler. Ausschlaggebend für die Preisverleihung waren die wissenschaftliche und didaktische Präsentation – beides lag in der Verantwortung der VAT. Mittlerweile haben neun Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Fachrichtungen Archäologie und Geologie sowie eine Bibliotheksfachkraft ihre Arbeit im Forschungsbereich VAT aufgenommen. Aus Anlass des 10jährigen Jubiläums veranstaltet die Forschungsstelle in diesem Jahr eine Vortragsreihe in den Zentren des Vulkanparks.
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